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„Mutter“ von über 3000 Kindern setzt sich zur Ruhe: Hebamme Marion Hahn beendet 40-jährige Berufung

Hebamme Marion Hahn

GRIMMA. Sie ist indirekt die „Mutter“ von über 3000 Kindern – obwohl sie keines davon selbst auf die Welt brachte. Aber jeden einzelnem dieser zahlreichen Lebewesen hat sie auf die Welt geholfen. Marion Hahn ist Hebamme im Kreiskrankenhaus Grimma und geht nach 40 Jahren in diesem Beruf in den Ruhestand. Beruf?

Für Marion Hahn ist diese Arbeit Berufung gewesen. Nachdem sie Krankenschwester gelernt hat, fand sie 1972 heraus, dass sie wohl ein besonderes Händchen hat für die Geburtenhilfe und die unmittelbare Betreuung danach. „Hebamme ist ja auch ein richtiger Handwerksberuf, für den ich viel Verstand und Gefühl brauche, vor allem aber meine Hände. Deshalb liebe ich diesen Beruf so sehr“, sagt sie.

Und inzwischen hatte Marion Hahn Mütter in ihrer Obhut, die sie schon in den  ersten Berufsjahren als neugebore Säuglinge in den Händen trug. Ein Job, der aber auch Schattenseiten hat. „Ganz schlimm für mich war, dass mir ein Kind unter der Geburt gestorben ist ohne mein Dazutun. Am liebsten wäre ich davongelaufen, aber das ging ja so einfach nicht. Damals war ich noch relativ jung und konnte mit dieser Situation auch nicht so einfach umgehen“, blickt Marion Hahn heute offen auf eine Erfahrung zurück, die sie hat reifer werden lassen für diesen Beruf. „Ich würde ihn auch immer wieder erlernen“, sagt sie nun wieder mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. Darin drückt sich die Freude über all ihre Geburtshilfen aus. Von der allerersten Entbindung, damals ein Mädchen, bis zur allerletzten Mitte Januar, auch wieder ein Mädchen. Und vor einigen Jahren hatte sie das Glück, eines ihrer vier Enkelkinder auf die Welt zu holen – ein Junge. fsw

Im Bild: Hebamme Marion Hahn geht nach 40 Jahren in ihrem Beruf nun in den Ruhestand.  Foto: fsw

14.02.12, 09:02